FOLGE #07 Jason Lutes, comic artist

Der Clash von Kommunisten und Faschisten, Weimarer Republik, extremes Nachtleben, Sex, Drogen, politische Weichenstellungen, Wirtschaftschaos.

Jason Lutes erzählt Geschichten, die zwischen September 1928 und Januar 1933 in Berlin spielen. Eine Zeit, die heute so merkwürdig surreal, kaum fassbar und dann doch wieder verblüffend gegenwärtig erscheint. Die Erzählstränge seiner Graphic Novel bündeln die politischen Ereignisse und führen so unausweichlich ins Desaster.

 
 
 

Band 1 seiner Berlin Trilogie endet mit dem sogenannten Blutmai, den drei Tage anhaltenden Strassenunruhen vom 1. bis zum 3. Mai 1929 in Wedding und Neukölln. Trotz eines Demonstrationsverbotes ruft die KPD zu Massendemonstrationen auf. Ein 13.000 köpfiges Polizeiaufgebot reagiert vollkommen überzogen und führt zu über 30 Toten und 1.228 Festnahmen. Die KPD und SPD verfeinden sich weiter, und lediglich die Nationalsozialisten profitieren bei der folgenden Wahl in Sachsen.

"Rumm rumm wuchtet vor Aschinger auf dem Alex die Dampframme. Sie ist ein Stock hoch, und die Schienen haut sie wie nichts in den Boden," schreibt Alfred Döblin.

"Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wirds noch kälter." ¶

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