FOLGE #08 Andreas Hamann, Schokoladenhersteller

 

Im „Schokoladenfachhandel” - so heisst es wohl offiziell - fallen die Tafeln direkt ins Auge: schlicht und einfach und in dem altmodischen Stil schon wieder sehr schick. „Erich Hamann - Bittere Schokoladen, Berlin” steht drauf und wenn man zur angegebenen Adresse fährt, findet man einen etwas angestaubt wirkenden Verkaufsladen, der Ende der 20er Jahre von dem Bauhaus Professor Johannes Itten gestaltet wurde.

 
 
 

Hinter dem Verkaufsladen geht es in die Manufaktur. Dort steht eine Maschine, die älter als die Firma selbst ist – betrieben mit einfachem Antriebsriemen, aber mit einer dazugehörigen Granitwalze, die kaum ersetzbar ist für die stark nachgefragte Borkeschokolade.

Gerhard Hamann, der 1934 geborene Vater, hatte nicht wirklich Zeit für ein Gespräch. Die Borkemaschine musste bedient werden. Das erfordert gleichermassen Kraft und Geschicklichkeit, aber Gerhard Hamann ist neben dem Sohn der einzige im Betrieb, der gut mit der Maschine umgehen kann.

Bis vor ein paar Monaten gab es keine Website, und ehrlich gesagt fände ich es ganz bequem, die Hamann Schokolade auch im Supermarkt und nicht nur im „Schokoladenfachhandel” kaufen zu können. Aber warum das nicht passieren wird, erzählt Andreas Hamann dann am besten selbst, der Schokoladenhersteller in der dritten Generation.

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